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Ramtin - Dokhtaraje Koucike Ma
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D 2007, 5 min, Produktion: Sascha Bruhn, Ramtin Regie: Sascha Bruhn

Dokhtaraye Kuchike Ma (Unsere Kleinen Mädchen) ist ein Lied über Prostitution im Iran.
Dieses Thema ist von einer besonders tiefen Tragik gekennzeichnet. Der Schmerz jener jungen iranischen Frauen, die sich verkaufen, um ihr Überleben sowie das Überleben ihrer Familien sicherstellen zu können, ist im Iran kein Einzelschicksal mehr. Ich hatte den Songtext schon Jahre zu vor im Winter 2003 in einem Lokal in Düsseldorf während Besuchs von einem Freund, der neulich aus dem Iran zurück war und mir die Verhältnisse schilderte, geschrieben. Der Song hatte die Substanz von einer Träne, auch wenn ein Winterhimmel voller Tränen beim Versuch zu regnen die Trauer dieser vom Schmerz gezeichneten Schicksale dieser jungen Frauen nicht ausdrücken kann.
Ich wollte vor allem drei Gestaltungsebenen. Als erstes einen besonderen Tanz, eine Kombination aus tänzerisch gestaltetem Kampfsport sowie Elementen aus Hip-Hop und Jazzdance. Zum anderen wollte ich, dass wir mit echtem Dokumaterial aus dem Iran arbeiten. Die dritte Ebene sollte mein Gesang in einer Ruine sein.
Da wir den „Befreiungstanz“ als zentrales Gestaltungselement ansahen, hielt es Sascha für angemessen, hierfür eine Location auszusuchen, die im Kontrast zu der Ruine steht, in der ich singen wollte. Sascha hatte die Inspiration die Tanzszene auf einem grünen Berg zu drehen, wo weit und breit nur die Natur in all ihrer Schönheit zu sehen ist. Nach reiflicher Suche fanden wir einen solchen Ort im „Bergischen Land“ nahe Köln.
Eine Ruine, die unserer Vorstellung nahe kam, fand ich in Bochum, ca. 2 Stunden von Köln entfernt: ein verfallenes Industriegelände. Wir besichtigten es gemeinsam, um uns für die Auflösung vorzubereiten und die Formalitäten für die Drehgenehmigung mit unserem Agenten vor Ort in die Wege zu leiten.
Nachdem wir sämtliche Tanzschulen in Köln und Umkreis kontaktiert hatten, luden wir einige Choreographen und Tänzerinnen zu einem Casting ein. Unser Anspruch, einen kampfsport-erfahrenen Choreographen zu finden erschwerte die Suche erheblich doch schließlich fanden wir mit Courb einen Choreographen, der diese Voraussetzung mit sich brachte und auch selber ein ausgezeichneter Tänzer ist. Von mehreren Tänzerinnen, die wir casteten, entschieden wir uns für Elianna Rodriguez. Elianna war eine Tänzerin, die sehr gefühlsbetont tanzte.
Leider verschätzten wir uns mit der benötigten Vorbereitungszeit, in der Elianna vor allem die Kampfsportelemente von Grund auf lernen und trainieren musste. Es stand schon wieder der Winter bevor, der die beabsichtigten Tanzaufnahmen im Freien unmöglich machen würde. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits “Yade Khorschid“ und "Setare" gedreht um keine Zeit zu verlieren, beschlossen wir, den Clip zu "To Begoo Doosam Dary" vorzuziehen.
Als die Choreographie nach mehreren Monaten im März 2007 endlich drehfertig war, standen wir vor einem neuen Problem: die Ruine, die wir als Location für meinen Gesang ausgewählt hatten, war inzwischen bebaut!!!
Sascha schlug mir einige Locations vor, die eine ähnlichen Effekt erzeugen konnten, jedoch weit über Köln verstreut lagen und einen großen logistischen Mehraufwand zur Folge hatten.
Ramtin



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