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D 2006, 7min, Produktion: Sascha Bruhn, Ramtin - Regie: Sascha Bruhn
To Begoo Doosam Dary (Sag, dass du mich liebst!) ist wiederum ein Tanz- und Liebeslied. Saschas erste Assoziation beim Hören war eine Klicke von Freunden, die an einem heißen Sommerabend durch Wald und Felder streift und ausgelassen feiert und herumtollt. Abgesehen davon, dass es in Köln Winter war und ein Dreh im Ausland finanziell nicht realisierbar, hatte ich den Wunsch wieder mit einer Geschichte zu arbeiten und dabei eine Tanzschule sowie Salsatanz als Gestaltungselemente zu integrieren.
Sascha entwickelte innerhalb weniger Minuten das Grundkonzept für den Clip einschließlich der Integrierung der beiden Elemente, die ich wünschte. Ich mochte das Konzept direkt und sah bildlich vor meinen Augen, wie der Videoclip aussehen würde. Aus dem „Fest auf der sommerlichen Wiese“ wurde ein „nächtlicher Alptraum“.
Auch bei diesem Clip musste viel vorbereitet und organisiert werde: von der altmodischen Tanzschule, dem Tanzlehrerpaar, meiner Tanzpartnerin, dem Choreographen bis zu den Kostümen der Statisten und vieles mehr kümmerte ich mich in endlosen Telefonaten und Verabredungen. Diesmal entpuppte sich das stilisierte Outfit der Statisten im 20er-Jahre-Stil als Stolperstein: Ich teilte Sascha mit, dass manche meiner Freunde und Bekannte, die als Statisten in dem Videoclip agieren wollten, das Make-up und die Kostüme nicht mochten. Persische Menschen möchten halt in ihrem privaten Verständnis davon „schön“ sein, wenn sie in einem Clip auftreten und ich wollte meinen Freunden so weit wie möglich entgegenkommen, damit sie sich bei unserem Dreh wohl fühlten. Zu diesem Zeitpunkt war Sascha sich selbst auch nicht mehr sicher, ob er den Bogen von „Bruhnfilm“ zu einem arglosen Persischen Pop-Song nicht etwas überspannte, wie er mir später beichtete- er befasst sich ja, wie man hier unter „Mediathek“ sehen kann, sonst eher mit düsteren bis gruseligen Filmthemen. Dabei hatten wir zu Anfang gar nicht vor, so surreal zu werden. Es ging uns, ähnlich wie bei „Setare“ nur darum, einen Kontrast zwischen mir, meiner Partnerin und einem konservativen Tanzschulpublikum herzustellen. Als ich Sascha jedoch mein Outfit für diesen Clip präsentierte, meinte er, dass ich mich auf diese Weise nicht genug von anderen elegant gekleideten Tanzschülern unterscheiden würde. Nach weiteren endlosen Telefonaten, konnte ich schließlich alle dazu überreden, sich unserem Konzept anzuvertrauen und sich auf diese merkwürdige aber effektive Weise vor der Kamera zu präsentieren. Wir wussten, dass der Clip nur dann funktionieren würde, wenn alle Übertreibungen leicht und humorvoll wirkten. Dies war nicht immer ganz einfach in insgesamt 60 Stunden fast ohne Schlaf: Die Dreharbeiten dauerten drei Tage und zwei Nächte lang und wie in einer richtigen Bollywood-Produktion nahezu ununterbrochen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir von keinem zweiten Team abgelöst werden konnten.
Ramtin
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